Messestand-Typ richtig auswählen und bei Messebesuchern punkten

Ein attraktiver, kundenfreundlicher und kommunikativer Messestand ist die Voraussetzung, um beim Messepublikum einen nachhaltigen, positiven Eindruck zu hinterlassen. Wer seinen Standtyp klug wählt, trägt damit viel dazu bei, seine Marketingziele effizient zu erreichen, wie z.B.:

  • Neukunden zu gewinnen
  • sein Image zu stärken
  • für potenzielle Neukunden sichtbar zu sein
  • Aufmerksamkeit zu erregen
  • uvm.

Durch den direkten Kontakt zum Kunden bildet ein attraktiver Messestand für Unternehmen oftmals das Fundament des Erfolgs. Wie erfolgreich man sich nach außen präsentiert, hängt stark von der Art des Messestandes ab: So wie bei Immobilien ist hier die Lage ein ganz entscheidender Faktor.

Jede der Standarten (Standtypen) bietet dabei verschiedene Vorteile, aber auch Nachteile. Welcher Typ die Nase vorn hat, hängt ganz von den Ansprüchen und Zielen des Ausstellers ab. Man sollte daher erst immer ganz genau seine Messeziele festlegen und erst dann mit der Auswahl des Standtyps beginnen. Hilfreich dabei ist, Laufwege der Besucher und Hallenpläne genau zu erkunden. So kann man besser erkennen, ob das Platzangebot auch wirklich den Bedürfnissen entspricht und ob sich die Ziele des Messeauftritts damit erreichen lassen! Auf diese Weise können Sie besser „tote“ Gänge entdecken, oder die Fernsicht, die ein Stand bietet, abschätzen.

Welche Standarten gibt es nun im Messebau?

 
Die verschiedenen Messestand-Typen im Überblick
 

1. Der Reihenstand

Diese Variante, die es bei Messen naturgemäß besonders häufig gibt, gilt als „Standard-Messestand“. Die Kosten für diesen Standtyp, der jeweils rechts und links Nachbarn hat, sind meist am günstigsten. Er bietet zudem viele Info- und Grafikflächen. Die Standfläche kann über die Breite meist frei gebucht werden. Dennoch ist er zugleich der am wenigsten attraktive Typus unter den Standarten. Zudem bietet diese Standart kaum Fernsicht, da sie links und rechts verdeckt ist.
 

2. Der Eckstand

Die ebenfalls recht häufigen Eckstände fallen direkt ins Auge und sind daher eine gefragte Standart. Die Stände erlauben mehr Gestaltungsmöglichkeiten als ein Reihenstand. Die Standfläche ist nach zwei Seiten offen – man liegt also an zwei Laufwegen, die die Besucher frequentieren. Diese besondere Lage macht die Attraktivität des Eckstands aus – schließlich ist jeder vorbeilaufende Besucher ein potentieller Kunde. Auf eine Rückzugsmöglichkeit muss man ab einer gewissen Standgröße dennoch nicht verzichten. Ein eigener ruhiger Raum bietet in diesem Fall Platz für vertrauliche Gespräche. Logos und Werbebotschaften lassen sich beim Eckstand meist gut platzieren. Eckstände bieten zudem im Vergleich zu Reihenständen ein deutliches Plus an Fernsicht. Sie erlauben viele Möglichkeiten der Standgrößengestaltung, sind also in ihrer Größe sehr variabel. Ein Eckstand ist allerdings teurer als ein Reihenstand.
 

3. Der Kopfstand

Der Kopfstand ist von drei Hallengängen umgeben und besitzt daher nur eine feste Standseite. Der mit seinen drei Gängen oft an Hauptwegen liegende Kopfstand erlaubt eine gute Fernsicht, ist allerdings teurer. Er bietet weniger Grafik- und Wandfläche, aber viel Präsentationsfläche für Exponate. Wer sich für diese Standform entscheidet, hat nur wenig Einfluss auf die Standgröße.
 

4. Der Inselstand (Blockstand)

Ein Inselstand, der auch als Blockstand bezeichnet wird, ist nach allen Seiten offen und erlaubt daher eine ausgezeichnete Fernsicht aus allen Himmelsrichtungen. Die Besucher können den Stand an vier Gängen passieren. Da es keine Seitenwände gibt, bietet er wenig Grafik- und Wandfläche zur Vermittlung von Informationen und Werbebotschaften. Dieser Standtyp eignet sich sehr gut für Gemeinschaftsstände oder Aussteller mit vielen Exponaten. Ein Nachteil des Blockstands ist, dass man kaum Einfluss auf die Standgröße hat. Da der Blockstand besonders viel Aufmerksamkeit erweckt, ist er zudem entsprechend teurer als andere Varianten.
 

5. Der Etagenstand

Der Etagenstand (auch Doppelstock oder Doppeletage) lässt sich vor allem mit den drei bereits genannten Standtypen realisieren. Es handelt sich dabei um einen Stand mit zwei Geschoßflächen, die das Platzangebot erheblich erweitern. In der Regel werden bei Doppelstöcken höhere Wand- und Werbeflächen genehmigt.

Eine zweigeschossige Variante sorgt für viel Aufmerksamkeit. Wer seine Gäste beeindrucken will, kann ihnen etwa durch die Einladung in den oberen Bereich ein VIP-Gefühl vermitteln. Häufig wird das obere Geschoß als Hospitality Raum genutzt, mitunter auch als Präsentationsraum. Allerdings ist diese repräsentative Standform sehr kostenintensiv und mit deutlichen Zusatzkosten verbunden.
 

6. Der Durchgangsstand

Er ist eine eher ungewöhnliche und sehr seltene Variante des Messestands: Der Durchgangsstand ist eigentlich ein Reihenstand, der sich zu zwei gegenüberliegenden Gängen hin öffnet. Daher wird er oft von Besuchern durchschritten, die in die nächste Reihe gelangen möchten. Das schafft Aufmerksamkeit und verlangt auch Aufmerksamkeit. Das Messepersonal muss besonders darauf achten, interessiert wirkende Passanten aktiv anzusprechen.
 

Fazit: die verschiedenen Standarten und Einteilungen

Je nach Messe- und Ausstellungsziel existiert heute eine breite Auswahl an verschiedenen Messestand-Varianten in unterschiedlichen Formen und Arten. Für jede Unternehmensgröße und für jedes Produktsegment gibt es passgenaue, maßgeschneiderte Formate. So kann man seine Zielgruppe wirklich erreichen und direkt ansprechen.

Die Palette der Messestände reicht vom puristischen Auftritt im schlichten Design und einfacher Gestaltung bis hin zur Marken-Erlebniswelt mit mehreren Etagen. Wofür man sich entscheidet, hängt nicht nur vom Platzangebot und vom Budget ab, sondern in einem ersten Schritt natürlich davon, welchen Messestand-Typ man wählt.
 

Mit Beratung zur optimalen Lösung

Die Wahl des passenden Stands ist oft eine Herausforderung. Hilfreich ist der Blick auf den Messeplan, der alle Hallengänge, Türen, Einrichtungen und Hindernisse verzeichnet. Auf den Plänen sieht man allerdings nicht die typische Laufrichtung, auf die Sie bei Ihrer Planung achten sollten. Um diesen wichtigen Punkt zu klären, sollten Sie den neuen Messestandort daher möglichst frühzeitig bei einer anderen Messe erkunden. Achten Sie dabei auf die Besucherströme und machen Sie sich ein Bild davon, welche Standorte besonders gut frequentiert werden und welche Bereiche Sie bei der Buchung lieber meiden sollten.

Nutzen Sie zudem professionelle Unterstützung! Als erfahrener Messebauer kennt das Team von DreiPlus Agentur für Messebau viele Messestandorte. Wir unterstützen Sie gerne bei der Wahl des passenden Standtyps und bei der attraktiven Gestaltung Ihres Messestands. Profitieren Sie von unserer umfassenden Betreuung von der Konzeption und dem Design bis hin zum fertigen Messestand! Gerne besuchen wir Sie für ein unverbindliches Gespräch und freuen uns schon auf Ihr Projekt.

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